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# 01 | 2016 Januar/Februar

WM-Bronze ist der

WM-Bronze ist der größte Erfolg ihrer noch jungen Karriere. Und es ist die erste Medaille für die deutschen Läufer bei globalen Titelkämpfen seit Nils Schumanns 800-Meter-Sieg bei Olympia 2000. Die letzte WM-Medaille hatte es 1991 mit Bronze für Hauke Fuhlbrügge über 1500 Meter gegeben. „Als ich ins Ziel gekommen bin, war das erst einmal ein bisschen surreal. Realisiert, was ich da geschafft habe, habe ich eigentlich erst, als ich danach mit meinem Trainer geredet habe“, erzählt Gesa Krause. Dabei kam der Erfolg für sie nicht so überraschend wie für viele andere. „Ich hatte vor der WM ein paar Trainingseinheiten, die richtig gut waren. Da wusste ich: Wenn ich ein Rennen erwische, das am Anfang nicht so schnell ist und das auf den letzten Metern entschieden wird, dann ist alles möglich und ich kann um eine Medaille mitlaufen. Als es dann wirklich so war, war das schon ein Gänsehautmoment.“ Ihre Rolle als Underdog hat Gesa Krause genutzt. 2016 wird das bei Olympia anders sein. Dann werden viele eine ganz einfache Rechnung aufmachen: Wer bei einer WM eine Medaille gewinnt, macht das auch bei Olympia in Rio de Janeiro. „Aber so einfach ist das nicht, da müssen schon viele Dinge zusammenpassen. So wie 2015, da lief alles perfekt“, weiß Gesa Krause. Trotzdem sagt sie: „Natürlich träume ich von einer Olympia-Medaille.“ Die 23-Jährige misst Erfolg aber nicht nur an Podest-Plätzen. „Mein Ziel ist es vor allem, mich zu verbessern. Ich würde im nächsten Jahr gern die eine oder andere Bestleistung aufstellen. Wenn ich in Rio mit einer Bestzeit ins Ziel komme und weiß, ich habe alles gegeben, aber Fünfte werde, dann ist das ein toller Erfolg.“ Eine Marke würde sie auf jeden Fall gerne knacken: 9:18,54 Minuten. Deutscher Rekord. 2009 von Europameisterin Antje Möldner-Schmidt aufgestellt. Bei der WM kratzte Gesa Krause schon daran. Im Oktober hat Gesa Krause mit ihrem Trainer Wolfgang Heinig das Training für das kommende Jahr aufgenommen, in dem mit den Europameisterschaften in Amsterdam (6. bis 10. Juli) neben Olympia ein weiteres Highlight im Kalender steht. Das Duo will im Training einen ähnlichen Weg beschreiten wie schon im Vorfeld der WM in Peking. Er hat sich bewährt. „Dadurch, dass ich mir ein höheres Niveau erarbeitet habe, werden wir natürlich etwas mehr machen und ein paar Änderungen vornehmen, um neue Reize zu setzen“, sagt Gesa Krause. Grundsätzlich ist die Trainingsgestaltung Aufgabe von Wolfgang Heinig. „Wenn wir im Training neue Dinge machen, frage ich aber auch, welchen Sinn und Zweck das hat. Einfach weil es mich interessiert.“ Und auch sonst redet sie im Training mit. „Mein Trainer kann zwar einen Plan vorgeben. Wenn ich mich aber nicht gut fühle, sieht er mir das einerseits oft an, andererseits fragt er mich aber auch, ob ich die Vorgaben voll durchziehen will und kann.“ Gesa Krause kann ihren Körper und ihre Leistungsfähigkeit mittlerweile sehr gut einschätzen. Und obwohl sie gerne trainiert, weiß sie auch: „Zu viel Training ist nicht gut. Genauso wie zu wenig.“ Zu dem bewährten Weg werden auch dieses Mal wieder fünf Höhentrainingslager gehören. Mitte November reiste Gesa Krause für drei Wochen ins kenianische Iten, im Januar trainiert sie dort wieder für vier Wochen. Optimale klimatische Bedingungen mit Temperaturen zwischen 18 und 25 Grad sowie keine Zeitverschiebung machen „The home of the champions“, wie sich die kenianische Stadt selbst nennt, zu einem perfekten Trainingsort. In dem 2400 Meter hoch gelegenen Ort im Rift Valley trainieren viele Stars wie die zweimaligen Marathon-Weltmeister Abel Kirui und Edna Kiplagat oder auch 800-Meter-Weltrekordler und -Olympiasieger David Rudisha. Neben trainieren, essen und schlafen steht hier nicht viel auf dem Tagesplan – auch für Gesa Krause. Generell geht es für sie im Winter darum, mit vielen gelaufenen Kilometern eine Grundlage für den Sommer zu legen – auch wenn sie im Wettkampf „nur“ 3000 Meter laufen und dabei 28 Hindernisse und sieben Wassergräben überwinden muss. Bis zu dreimal trainiert sie in dieser Zeit täglich. „An zwei Tagen in der Woche habe ich nur eine Einheit. Da freue ich mich dann auch, dass ich mal in die Stadt gehen oder abends Freunde treffen kann“, sagt sie. Jede Woche stehen meist zwei intensivere Einheiten auf der Bahn an, ein- bis zweimal geht Gesa Krause in den Kraftraum, der Rest derzeit: viele Dauerläufe. „Die mache ich meist mit einem Trainingspartner. Das ist dann quasi der Kaffeeklatsch laufenderweise“, sagt sie schmunzelnd. Genug starke Trainingspartner hat sie auf jeden Fall. Zu ihrer Frankfurter Trainingsgruppe zählen unter anderen Homiyu Tesfaye, der deutsche Hallen-Rekordler über 1500 Meter, Katharina Heinig, die den Marathon schon unter 2:34 Stunden gelaufen ist, sowie die Zwillinge Elina und Diana Sujew, beide können die 1500 Meter unter 4:08 Minuten rennen. Wenn Gesa Krause nicht auf der Bahn zu finden ist, oder durch den Frankfurter Wald oder entlang des Mains ihre Runden dreht, genießt sie es, auch einfach mal daheim zu sein. Im Herbst hat sie mit ihrem Freund Marc eine Wohnung im Frankfurter Stadtteil Niederrad bezogen. Oft sehen sich die beiden im Moment allerdings nicht. Ihr Freund ist Offizier bei der Bundeswehr und in Bielefeld stationiert. Nur am Wochenende ist er in Frankfurt. Dort hat Gesa Krause Trainingsgelände, Olympia-Stützpunkt und den Wald in der Nähe. Optimale Bedingungen. Am heimischen Schreibtisch lernt sie auch für ihr Fernstudium an der SRH Riedlingen, wo sie Wirtschaftspsychologie studiert. Das passt für die 23-Jährige optimal, weil sie keine Präsenzzeiten an der Uni hat und das Studium auf unbegrenzte Zeit strecken kann. So bleibt genug Zeit für den Sport. Und der steht schon lange im Mittelpunkt von Gesa Krauses Leben. Ihre Eltern schickten sie einst in Dillenburg in Mittelhessen ins Leichtathletik-Training. Nachdem sich Gesa Krause zunächst in allen Disziplinen versuchte, kristallisierte sich schnell ihre Stärke im Laufen heraus. Mit 16 zog sie daher nach Frankfurt, ging dort auf das Sportinternat und trainierte fortan bei Wolfgang Heinig, der zuvor schon ihr Trainer des Hessen-Kaders gewesen war. Bis heute arbeitet das Duo zusammen. Schon jetzt freut sich Gesa Krause auf das Training im Sommer, wenn die großen Kilometer-Umfänge Geschichte sind. „Ich bin kein Fan von vielen Wiederholungen.“ Kurze, knackige Einheiten sind schon eher ihr Ding, „auch wenn die einen mal zermürben“. Noch ein Vorteil im Sommer: Es ist nicht so kalt. „Ich bin eine echte Frostbeule und friere immer schnell.“ Doch auch da weiß sich Gesa Krause zu helfen. „Seit zwei Jahren setze ich im Winter auf Westen“, erklärt sie. Die Vorteile: Während der Oberkörper schön warm eingepackt ist, sind die Arme frei. „So habe ich nicht das Gefühl, komplett eingepackt zu sein, habe Bewegungsfreiheit und es ist mir trotzdem schön warm.“ Die Aeroloft-Weste ihres Ausrüsters Nike hat zudem noch zwei weitere Pluspunkte: Sie ist leicht und reflektiert im Dunkeln, sodass Gesa Krause nicht übersehen wird. Und Gesa Krause zu übersehen – das wird den Konkurrentinnen auf der Bahn nicht mehr so schnell passieren. Denn ob sie will oder nicht, mit ihrem Lauf bei der WM in Peking hat sie sich in den Blickpunkt geschoben – und das gilt auch für Olympia 2016. #GESAS LIEBLINGSSTÜCK FÜRS TRAINING AN KALTEN TAGEN Gesa Krause schwört im Winter auf die Aeroloft Flash Laufweste von Nike. Hochwertige 800er-Gänsedaunen und eine wasser- und windabweisende Oberfläche sorgen bei Kälte für eine hervorragende Wärmeisolierung und halten die Körpermitte warm – und das bei optimaler Bewegungsfreiheit. Und wenn es unterwegs dann doch wärmer wird, lässt das laserperforierte Material die überschüssige Wärme entweichen. Im Dunklen sorgt die durchgehend reflektierende Oberfläche für gute Sichtbarkeit. Zusätzliches Plus: Die Weste kann in einer integrierten Reißverschlusstasche verstaut und dann mit einem Handriemen bequem beim Laufen getragen werden. ↳ Nike Aeroloft Flash Damen Laufweste | 199,95 Euro | www.nike.com ——— 050 LÄUFER & LEUTE LL

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# 05 | 2016 September/Oktober