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# 03 | 2016 Mai/Juni

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215x29 SN SZENE­NEWS ⇥ ANJA SCHERL ⇤ LIEF DEN HAMBURG­ MARATHON IN 2:27:50 FREIZEITLÄUFERIN RENNT NACH RIO Unter der Woche arbeitet Anja Scherl 40 Stunden als Software-Entwicklerin. Beim Hamburg-Marathon rannte die Freizeitläuferin in 2:27:50 Stunden schneller als alle deutschen Profiläuferinnen dieses Jahr und qualifizierte sich für Olympia. Montag bis Freitag ist für Anja Scherl von der LG Telis Finanz Regensburg die Nacht um 5:30 Uhr vorbei. Dann klingelt erbarmungslos der Wecker. Zwei Stunden später sitzt die die 30-Jährige nach knapp sechzigminütiger Bahnfahrt von Bayreuth nach Nürnberg in ihrem Büro bei der Datev. Dort arbeitet sie als Software-Entwicklerin. Nach Feierabend zurück zum Bahnhof und in den Zug gen Bayreuth. Klappt alles, ist die Langsstrecklerin gegen 18 Uhr zu Hause. Doch anstatt auf die gemütliche Couch geht’s für Anja Scherl in die Laufschuhe. Schließlich zählt sie – besser bekannt unter ihrem Mädchennamen Schneider – zu Deutschlands besten Straßenläuferinnen, und das, obwohl sie kein Profi ist. Es war der frühe Vormittag des 14. Februar, der Anja Scherls Karriere eine ganz neue, unverhoffte Wendung verlieh. Beim Halbmarathon in Barcelona lief die 30-Jährige in einem Weltklasse-Feld in 71:17 Minuten auf Platz vier. Nur elf deutsche Langstrecklerinnen waren jemals schneller, in den vergangenen zehn Jahren lediglich Sabrina Mockenhaupt (LG Sieg; 68:45 min) und die deutsche Marathon-Rekordlerin Irina Mikitenko (68:51 min). Damit unterbot die Fränkin die Norm für den Halbmarathon-Start bei den Europameisterschaften Anfang Juli in Amsterdam gleich um 103 Sekunden. Und plötzlich rückte auch ein Olympia-Start über die volle Marathon-Distanz in den Bereich des Möglichen. Zwei Monate später machte sie das fast Unmögliche möglich: Beim Hamburg-Marathon am 17. April lief sie trotz starken Windes in famosen 2:27:50 Stunden nicht nur als dritte Frau ins Ziel, sondern auch auf Platz acht der ewigen deutschen Bestenliste. Vor ihr stehen in dieser Auflistung nur sieben Profiläuferinnen. Keine Deutsche war in diesem oder letzten Jahr schneller, sodass Anja Scherl nun plötzlich auch zum Olympia-Team gehört. „Das Rennen war der Wahnsinn“, sagte sie später. Ihr erstes Bahnrennen bestritt die EDV-Spezialistin im Alter von 21 Jahren. Nach den Jugendklassen hören viele talentierte Leichtathleten auf, weil der Beruf vorgeht oder sie erkennen, dass es nicht für die absolute Spitze reicht. Bei Anja Scherl lief es genau andersherum. „Schuld“ daran ist ihr Mann. Marco Scherl ist selbst begeisterter Läufer, finishte den Marathon unter drei Stunden und gab die Lust am Laufen an seine spätere Frau weiter. Die offenbarte ungeahntes Talent und ist zu Deutschlands „schnellster Freizeitläuferin“ aufgestiegen. „Für mich ist das kein Schimpfwort. Sport ist und bleibt ein Hobby für mich. Profi, das wäre nichts für mich“, stellt sie klar. Über die Mittelstrecken mit Teilnahmen an DM-Finals kam sie unter Anleitung ihres Mannes auf die längere Distanzen, finishte 2014 in Hamburg ihren ersten Marathon nach 2:48:13 Stunden und steigerte sich vergangenes Jahr an selber Stelle deutlich. Nach 2:36:31 Stunden lief sie am 26. April 2015 mit einem glücklichen Lächeln und einem negativen Split ins Ziel. Dieses Jahr dann die Steigerung um noch einmal 8:41 Minuten – mit einem noch größeren Lächeln. Dem einer Olympionikin. ——— 06 SZENE-NEWS SN as

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# 05 | 2016 September/Oktober