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# 04 | 2016 Juli/August

LÄUFER & LEUTE →

LÄUFER & LEUTE → SARAH 34 AUS DEM SIEGERLAND LANGE UND LANGSAM LAUFEN IST FÜR MICH WIE MEDITIEREN Wenn ich mich von meiner Familie zum Laufen verabschiede, bin ich länger weg. Meistens laufe ich dann zwei, drei Stunden in den Wäldern rund um das kleine Dorf bei Siegen, wo wir wohnen. Aber immer langsam. Anfangs fällt mir das schwer, weil es bei uns viele Hügel gibt, und ich die ersten zwei, drei Kilometer bergauf laufen muss. Aber ich weiß ja, dass es mir nach einer Stunde viel leichterfällt. Erst nach dieser Zeit finde ich meinen Rhythmus, das Joggen wird zum Selbstläufer. Und das genieße ich, auch wenn es gegen Ende oft wieder ziemlich anstrengend wird. Ich lasse einfach meinen Gedanken freien Lauf, das ist ein bisschen wie Meditieren. aufgezeichnet von Christian Ermert ICH BIN DEN DROGEN UND DEN DEPRESSIONEN EINFACH DAVONGELAUFEN Zigaretten, Übergewicht, Alkohol, Drogen und depressive Phasen: Das war mein Leben. Bis ich mit dem Laufen angefangen habe und zum Marathon-Finisher geworden bin. Täglich eine Schachtel Zigaretten, 115 Kilo bei 1,89 Metern Körpergröße. Heute kann ich mir kaum vorstellen, dass ich das mal war. Vor fünf Jahren habe ich mich noch jedes Wochenende mit meinen Freunden in der Kneipe getroffen. Mit Amphetaminen haben wir nachgeholfen, damit wir das ganze Wochenende durchfeiern und durchsaufen konnten. Sport? Na, klar! Wir waren ja Fans von St. Pauli und haben uns jedes Spiel angeschaut und dabei jede Menge Bier getrunken. Selbst bewegt habe ich mich aber fast gar nicht mehr. Komisch eigentlich, als Kind und Jugendlicher habe ich fast 20 Jahre lang Fußball gespielt. Am Wochenende war ich high – am Montag folgte das Tief, depressive Phasen. Nach einem Arztbesuch wurde mir klar: Ich muss etwas ändern. Ich habe versucht, mich gesünder zu ernähren. Und die Sportschuhe rausgekramt. Mit einem Freund habe ich dann noch eine geraucht. Dann sind wir losgelaufen. Wir haben zweieinhalb Kilometer geschafft, danach waren wir total fertig. Aufgeben kam trotzdem nicht infrage. Rund drei Monate später habe ich meinen ersten 10-Kilometer-Wettkampf gefinisht. Laufen gehört jetzt zu meinem Alltag, den ersten Marathon habe ich auch hinter mir. Alkohol, Drogen und Zigaretten sind tabu. Auch am Wochenende. Und wenn es mir doch mal schlecht, gehe ich laufen. Seitdem sind die Depressionen weg. → TOM 38 AUS HAMBURG aufgezeichnet von Martin Neumann ——— 018 LÄUFER & LEUTE LL 016-019_laufen.de_mag_2016_04_leben_geändert.indd 18 24.06.2016 13:00:08 160606_

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# 05 | 2016 September/Oktober