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Perfekt Laufen: In der aktuellen Ausgabe von laufen.de steht, wie jeder seine ideale Lauftechnik findet und Fehler beim Lauftraining vermeidet. Und: Die Top-Laufschuhe des Sommers für jeden Läufertyp. | laufen.de verrät, was bei Verspannungen wirklich hilft und stellt die neuesten Therapie- und Präventionsansätze vor. Plus: Ein neues Gerät, mit dem jeder Verspannungen selbst behandeln kann. | Der Arthrose davonlaufen? Das funktioniert wirklich. laufen.de-Experte Dr. Stefan Graf erklärt mit neuesten Forschungsergebnissen, wie Laufen vor dem gefürchteten Gelenkverschleiß schützen kann. | Trailrunning liegt voll im Trend. Deshalb hat laufen.de zwölf aktuelle Modelle fürs Laufen über Stock und Stein einer Belastungsprobe unterzogen. Mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen. | Hitze-Drinks: Wenn’s im Sommer heiß wird, brauchen Sportler Wasser. Aber nicht nur. laufen.de liefert die besten Rezepte für Drinks, in denen alles steckt, was fit macht. Plus: Tipps für die richtige Trink-Strategie bei Wärme. | So läuft’s in der Politik: laufen.de hat sich im Bundestag auf die Suche nach Läufern gemacht. Und einen ganzen Lauftreff gefunden.

LÄUFER & LEUTE PHILIPP

LÄUFER & LEUTE PHILIPP PFLIEGER ZÄHLT MIT EINER MARATHON-BESTZEIT VON 2:12:50 STUNDEN ZU DEN BESTEN DEUTSCHEN LÄUFERN. WELTWEIT IST ER DAMIT ABER NICHT UNTER DEN BESTEN 250. TROTZDEM KANN ER GUT VOM LAUFEN LEBEN. UND DAS OHNE UN- TERSTÜTZUNG DURCH BUNDESWEHR ODER POLIZEI. HIER VERRÄT DER 29-JÄHRIGE, WIE DAS FUNKTIONIERT. SELFMADE PROFI Interview: Christian Ermert | Fotos: JvM STARS, Norbert Wilhelmi ——— 044 LÄUFER & LEUTE LL 044-047_laufen.de_mag_2017_04_pflieger.indd 44 01.06.2017 13:49:06

ALS PROFI-LÄUFER TRANSPORTIERE ICH BOTSCHAFTEN, DIE JEDER MIT DEM LAUFEN VERBINDET: GESUNDHEIT, FITNESS, ERFOLG, SPASS Philipp, du musstest wegen muskulärer Probleme zuletzt auf den geplanten Start beim Hamburg-Marathon verzichten. Wie geht es dir jetzt? Den Haspa-Marathon absagen zu müs- sen, ist mir wirklich schwergefallen, besonders angesichts der guten Trainingswerte in den ersten acht bis neun Wochen der Vorbereitung. Ich habe mir dann die nötige Zeit genommen, die Probleme auszukurieren und befinde mich derzeit wieder im Aufbautraining für einen Herbstmarathon. Das heißt, du hast keine Chance mehr, dich für die Leichtathletik-Weltmeisterschaften zu qualifizieren, die im August in London stattfinden. Da wollte ich ja sowieso nicht hin. Für 2017 hatte ich zum ersten Mal eine klassische Marathonsaison geplant. Mit einem City-Marathon im Frühjahr und einem im Herbst. Jetzt will ich im Herbst die Chance nutzen, mich für den Marathon bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 2018 in Berlin zu qualifizieren. Unsere Heim-EM ist für mich viel attraktiver als ein WM-Marathon in London. Vor zwölf Monaten stecktest du mitten in der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele. Ein Jahr später hat sich ganz schön viel in deinem Leben geändert, oder? Ja. Ich habe mein ganzes Sportlerleben lang dem Moment entgegengefiebert, mal bei Olympischen Spielen dabei zu sein. Bis dahin waren alle meine großen Lebensentscheidungen von dem olympischen Traum beeinflusst. Deshalb bin ich nach dem Abitur in meiner Heimatstadt Sindelfingen nach Regensburg gezogen. Deshalb habe ich nach dem Bachelor mein Studium beendet. Und deshalb bin ich Sportprofi geworden. Was sagen eigentlich deine Eltern zu dieser Entscheidung? Laufprofi ist ja nicht gerade der sicherste Job … Meine Mutter hat sich am Anfang schon ein bisschen Sorgen gemacht. Als ich noch Politik- und Medienwissenschaften studiert habe, mussten meine Eltern ständig die Frage beantworten, was man damit eigentlich später mal macht. Und dann war der Sohn plötzlich Profisportler, da haben alle gedacht, klar, der verdient jetzt als Fußballer sein Geld. Wenn meine Eltern dann erklärten, „nee, er läuft“, war die Reaktion meistens Stirnrunzeln. Gesellschaftlich akzeptiert ist meine Entscheidung erst, seitdem ich bei Olympia in Rio dabei war. Meine Eltern haben mir immer Rückhalt gegeben, aber finanziell wollte ich nicht auf sie angewiesen sein. Profisport bedeutet für mich, dass man von seinem Sport leben kann. Wenn das nicht möglich gewesen wäre, hätte ich mich auf mein Master-Studium konzentriert und wäre jetzt wahrscheinlich Hobbyläufer wie Millionen andere. Und dann wurde der Olympia-Traum Realität … … Rio und der olympische Marathon waren ein Wahnsinns-Erlebnis. Ich hätte an dem Tag keine Sekunde schneller laufen können. Ich war voll zufrieden, wusste danach aber erstmal gar nicht, ob ich auf diesem Niveau überhaupt weiterlaufe. Die Erfüllung dieses Traumes, den ich fast 20 Jahre lang verfolgt hatte, fühlte sich an, als wäre jetzt ein Kapitel meines Lebens abgeschlossen. Ich habe dann nach den Spielen noch zwei Wochen Urlaub in Brasilien gemacht und bin gar nicht gelaufen. Als ich dann wieder zurück in Deutschland war, war die Lust am Laufen schnell wieder da. Drei Wochen nach dem Olympia-Marathon war ich wieder im Training, zwar ohne konkretes Ziel, aber mit viel Spaß. Fehlt es dir jetzt immer noch an einem Ziel, auf das du hinarbeitest? Nein, das nicht. Ich bin allerdings keine 20, 25 mehr. Damals hätte ich jeden Cent und meine Gesundheit geopfert, um irgendwann mal Olympische Spiele zu erleben. Das sehe ich heute anders. Mit fast 30 ist mein Kosmos nicht mehr nur mein eigenes Laufen. Ich denke daran, was in zwei, drei Jahren sein kann. Auch in finanzieller Hinsicht. Ich hatte ja nie Lust, zur Sportfördergruppe oder zur Polizei zu gehen. Ich empfinde es als Privileg, den Sport selbst finanzieren zu können – mit meinem Verein, der LG Telis Finanz Regensburg, und anderen Partnern wie Adidas und ultraSPORTS, die mich unterstützen. Das noch einige Jahre weiter zu können und dann den fließenden Übergang von der Läuferkarriere in eine neue Position im Sport zu schaffen – das ist mein Ziel. Aber sportliche Ziele brauchst du doch auch, oder? Schon, aber ich habe mich davon entfernt, bei internationalen Höhepunkten konkrete Platzierungen anzupeilen. Ich will im Rahmen meiner Möglichkeiten so hart trainieren, wie ich kann. Und dann im Rennen das Beste geben. Was an Platzierungen rauskommt, habe ich nicht in der Hand. Ich weiß ja nie, wie die Konkurrenz „gearbeitet“ hat. Wenn man sich die Veränderungen der Ergebnislisten der vergangenen Jahre durch nachträglich aufgedeckte Dopingfälle anschaut, verlieren internationale Platzierungen an Wert. Wer sich unter diesen Umständen davon abhängig machst, ob er bei einer EM Erster, Dritter oder Sechster wird, steigt in einen langfristig frustrierenden Prozess ein. Das wird dann ziemlich zermürbend. →→→→→→→→→→ LAUFEN.DE ——— 045 044-047_laufen.de_mag_2017_04_pflieger.indd 45 01.06.2017 13:49:07

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# 05 | 2016 September/Oktober