LAUFEN.DE ALS E-MAG JETZT KOSTENLOS LESEN

Aufrufe
vor 5 Monaten

Die Juni-Ausgabe gratis lesen

  • Text
  • Laufen
  • Schuh
  • Marathon
  • Anmelden
  • Sparen
  • Infos
  • Currex
  • Oberweiten
  • Schuhe
  • Meint
In der aktuellen Ausgabe von laufen.de liest du, wie Laufen dein Leben verbessert und wie viel Lauftraining perfekt für deine Gesundheit ist. Außerdem in diesem 132 Seiten starken Heft: Wie du den perfekten Laufschuh für dich findest. Wir haben die aktuellen Modelle getestet. Sport-BHs: Worauf du beim Kauf achten solltest. Plus: 18 Top-Bras im Test. Was bringt Kompressionsbekleidung wirklich? Unsere Experten liefern alle Antworten. Tipps für den Wiedereinstieg: Was nach einer Laufpause wirklich wichtig ist. Im Interview: Ex-Läufer und Bundesliga-Boss Oliver Mintzlaff. Und: Mit diesen Brillen behalten alle Läufer den Durchblick. Ernährung: Perfekte Lebensmittel für die superschnelle Regeneration.

LAUFHELDEN — STEVE

LAUFHELDEN — STEVE PREFONTAINE STEVE PREFONTAINE FAS- ZINIERT AUCH NOCH MEHR ALS 40 JAHRE NACH SEI- NEM TOD DIE SPORT-WELT. WEGEN SEINES LAUFSTILS UND SEINER EINSTELLUNG WAR ER SO BELIEBT. WENN ER TRAINIERTE, KAMEN BIS ZU 1000 FANS. 29. Mai 1975. Eugene, Oregon. Steve Prefontaine hatte beim Sportfest auf dem „Hayward Field“ (wie so oft) den 5000-Meter-Lauf gewonnen. Einige Starter trafen sich später im Haus des Hindernisläufers Geoff Hollister, um die guten Leistungen zu feiern. Kurz vor Mitternacht löste sich die Gesellschaft auf. Steve Prefontaine nahm Frank Shorter, den Marathon-Olympiasieger von 1972 in München, in seinem Auto mit, um ihn vor dem Haus eines befreundeten Läufers abzusetzen, wo Frank Shorter übernachten wollte. Sie redeten noch lange, denn Prefontaine suchte prominente Unterstützung für seine Forderungen an den Verband Athletic Amateur Union (AAU). Die Amateurregeln sollten endlich gelockert werden. Damals beherrschte die AAU mit strengen Vorschriften fast das gesamte Leben der Athleten. So schrieb der Verband ihnen unter anderem vor, bei welchen Wettkämpfen sie zu starten hatten Text: Dieter Theuermeister / Fotos: Imago, Nike, RedBull Content Pool ——— 056 LÄUFER & LEUTE LL 056-059_laufen.de_mag_2017_03_prefontaine.indd 56 15.03.2017 13:40:53

und wie sie dahin kommen sollten. Vor allem aber war es Amateuren untersagt, Antrittsgelder anzunehmen oder Werbeverträge abzuschließen – generell war es sehr schwer für die Sportler, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. ↳ PREFONTAINE LÄUTETE DAS ENDE DER AMATEUR-REGEL EIN So auch für Prefontaine. Bevor er der erste bezahlte Angestellte der damals kleinen Sportfirma Nike wurde, hauste er in einem Wohnwagen, lebte von Essensmarken und baute sein eigenes Gemüse an. Doch er suchte nach neuen Wegen für die Sportler. Immerhin trainierten sie professionell und erbrachten hervorragende Leistungen, hatten jedoch kaum Möglichkeiten, ihre Karriere zu finanzieren. Dazu mussten die rigiden Regeln des Amateursports gelockert werden. Shorter und er waren sich einig und vereinbarten, dass sie die Unterhaltung am nächsten Morgen bei einem gemeinsamen Trainingslauf fortsetzen wollten. Doch dazu sollte es nicht kommen. Auf dem Nachhauseweg passierte es: Nach Zeugenaussagen, die jedoch dem offiziellen Polizeibericht widersprachen, kam Prefontaine auf einer kurvenreichen Strecke ein Wagen entgegen, der ihn zu einem Ausweichmanöver zwang. Prefontaines Wagen überschlug sich. Jede Hilfe kam zu spät. Der entgegenkommende Wagen fuhr weiter und wurde nie gefunden, obwohl es recht konkrete Hinweise auf den Fahrer gab. Einer der charismatischsten Läufer starb, noch bevor er sein größtes sportliches Ziel erreichen konnte: den ersehnten Sieg bei den Olympischen Spielen 1976. Ganz zu schweigen von seinen persönlichen Plänen: Im folgenden September wollte er seine langjährige Freundin Nancy Alleman heiraten. Bei den Olympischen Spielen 1972 in München hatte er als 21-Jähriger auf Rang vier eine Medaille noch ganz knapp verpasst. „Wer nicht sein Bestes gibt, verschenkt sein Talent.“ Diese Einstellung war es, die Prefontaines kurzes Leben bestimmte. Wer ihn laufen sah, seinen totalen Fokus auf den Sieg und den unbedingten Willen, immer seine beste Leistung zu geben, merkte, dass dies nicht nur eine Floskel war – er lebte diese Einstellung. Aber nicht nur auf der Bahn. Durch seinen mitreißenden Enthusiasmus und seine persönliche Ausstrahlung nahm er seine Mitmenschen für sich ein. Aber er verschaffte sich auch Achtung durch seine direkte Art, Prefontaine nahm kein Blatt vor den Mund. Er war ganz fürs Laufen da. Er gründete einen Joggingclub – selbstverständlich lief er selbst mit –, er ging in Schulen, um mit den Kindern übers Laufen zu sprechen und gründete sogar in einem Staatsgefängnis eine Laufgruppe. ↳ DER ERSTE NIKE-ATHLET Auch sein Engagement in den Anfangsjahren von Nike spiegelt diesen Enthusiasmus wider. Handgeschriebene Emp- fehlungen an andere Top-Läufer, diese neuen Schuhe auszuprobieren, aber auch ständig neue Ideen zur Entwicklung und zum Vertrieb gaben der jungen Firma wichtige Impulse. Geoff Hollister, zu dieser Zeit in führender Position bei Nike, wusste schon damals: „Wenn wir ihn zufriedenstellen können, können wir alle zufriedenstellen.“ Doch endgültige Zufriedenheit und Genugtuung gab ihm letztendlich vor allem seine eigene Leistung auf der Bahn. Es war nicht seine Art, sich in einem Rennen einfach mitziehen zu lassen und dann im Endspurt zu gewinnen. Der kurze, harte Spurt war ohnehin nicht sein Ding. Er war es, der sich nach dem Startschuss an die Spitze des Feldes setzte und erbarmungslos Tempo machte – meist fielen seine Gegner zermürbt zurück, einer nach dem anderen. Sein Credo: „Die anderen können mich vielleicht schlagen, aber dafür werden sie bluten müssen.“ Diese Art, seine Rennweise dermaßen martialisch zu formulieren, die selbstbewusste, fast schon provozierende Art, sein T-Shirt mit der Aufschrift „Stop Pre“ auszuziehen und sich an der Startlinie zu präsentieren, nötigte seinen Gegnern mindestens Respekt ab. Sie wussten: Wenn es gegen „Pre“ geht, müssen sie alles geben, denn er wird noch mehr aus sich selbst herausholen als sie. Er kannte nur ein Tempo: Vollgas. Auch ließ er nie, selbst bei großem Vorsprung, ein Rennen „austrudeln“, um sich zu schonen. Er lief immer „all out“, bis zur Ziellinie. LAUFEN.DE ——— 057 056-059_laufen.de_mag_2017_03_prefontaine.indd 57 15.03.2017 13:40:55

DU LIEST LIEBER GEDRUCKT? LASS DIR DAS NEUE HEFT SOFORT NACH HAUSE SCHICKEN!

UND NIMM EINE STARKE ABO-PRÄMIE MIT!

EIN 160 SEITEN STARKES LAUFBUCH

ODER

EIN BUFF-TUCH IN BLAU ODER BROMBEER

ODER

TOP-LAUF­SOCKEN IM RINGELLOOK

laufen.de

Wer jetzt neu ein Abo für laufen.de – das Magazin abschließt, hat alle zwei Monate die neueste Ausgabe sofort im Briefkasten. Abonnenten erhalten das gedruckte Heft vier Wochen, bevor das E-Paper veröffentlicht wird. Wenn du jetzt hier dein Abo bestellst, erhältst du eine tolle Prämie kostenlos dazu. Du kannst wählen: Entweder du schließt ein Jahres-Abo (6 Ausgaben für 26,40 Euro) ab und erhältst das „Große Fitness-Laufbuch“ von Sabrina Mockenhaupt, das du hier probelesen kannst, kostenlos dazu. Oder du abonnierst laufen.de für ein halbes Jahr (3 Ausgaben; 13,20 Euro) und kannst dich zwischen einem praktischen Buff-Tuch oder hochwertigen Laufsocken von Wrightsock entscheiden. Nach deiner Bestellung schicken wir dir umgehend die aktuelle Ausgabe mit der von dir gewählten Prämie zu.

LAUFEN.DE – DAS E-MAGAZIN:
HIER ALLE AUSGABEN KOSTENLOS LESEN

laufen.de - das Magazin

Die aktuelle Ausgabe gratis lesen
Die Juli-Ausgabe gratis lesen
Die Juni-Ausgabe gratis lesen
Die Frühjahrs-Ausgabe gratis lesen
Diese Ausgabe jetzt gratis lesen
Die Winter-Ausgabe gratis lesen!
# 05 | 2016 September/Oktober