LAUFEN.DE ALS E-MAG JETZT KOSTENLOS LESEN

Aufrufe
vor 10 Monaten

Die Winter-Ausgabe gratis lesen!

  • Text
  • Laufen
  • Stunden
  • Marathon
  • Zeit
  • Kilometer
  • Gesundheit
  • Bewegung
  • Wasser
  • Lauf
  • Menschen
In der Winter-Ausgabe liest du auf 132 starken Seiten, wie du gesund schlemmen kannst und fit und schlank durch den Winter kommst. Mit den besten Tipps fürs Indoor-Training, aber auch für Läufe im Freien. Außerdem in dieser Ausgabe: Nie mehr Stress. Wir verraten, wie jeder Zeit fürs Laufen findet. So schützt Sport vor Krebs: Die neuesten Erkenntnisse. Mehr Sicherheit: Stirnlampen im Test.

Laufen stärkt das

Laufen stärkt das Herz-Kreislauf-System. Laufen ist gut für die Blutgefäße und die Lunge. Und das Gewicht kann man durch Laufen auch reduzieren oder auf einem gesunden Level halten. Diese Vorteile sind – nicht zuletzt da sie vielfach untersucht wurden – heute allgemein bekannt. Nachdem erste, rein statistisch ermittelte Hinweise auch zeigten, dass sportlich Aktive seltener an Krebs erkranken, bestehen heute kaum mehr Zweifel an der krebspräventiven Wirkung von Sport gegen mehrere verschiedene Tumorarten. Auch der lange negierte therapeutische Wert körperlichen Trainings steht mittlerweile außer Frage. Worauf beruhen diese Effekte und welcher Sport in welchem Ausmaß bringt die meisten Vorteile in der Krebsprävention? AKTIVE WERDEN SELTENER KREBSKRANK Zahlreiche epidemiologische Vergleichsstudien, bei denen über lange Zeiträume Bevölkerungsgruppen mit unterschiedlichem Bewegungsverhalten im Hinblick auf die Krebsentwicklung analysiert wurden, belegen seit Beginn der 2000er- Jahre eindeutig: Bewegungsaktive Menschen erkranken zwischen 10 und 50 Prozent seltener an einigen der häufigsten Krebsarten wie Dickdarmkrebs (beide Geschlechter) oder Brust- und Gebärmutterschleimhautkrebs (Frauen). Für seltenere Krebsarten – zusammen etwa drei Viertel aller Krebserkrankungen – fehlten bislang mangels Studien mit ausreichenden Fallzahlen verlässliche Belege. Dank eines neuen Studiendesigns liegen jetzt valide Daten einer US-amerikanischen Analyse vor. Diese dokumentiert über elf Jahre das Auftreten 26 verschiedener Krebsarten bei 1,5 Millionen Männern und Frauen, die zu Beginn des Beobachtungszeitraums nicht an Krebs erkrankt waren. Besondere Berücksichtigung findet in dieser Analyse die freizeitsportlichen Aktivitäten der Probanden, die zwischen unter einer Stunde und mehr als sieben Stunden pro Woche lagen. Knapp 187.000 Personen – das sind 12,5 Prozent – erkrankten während der elf Jahre an einer Krebsart. Das beeindruckende Ergebnis der Studie: Bei 22 der 26 analysierten Tumortypen ließ sich eine deutliche Abnahme der Neuerkrankungsrate mit steigender körperlicher Aktivität nachweisen. Noch deutlicher wird es, wenn man die zehn Prozent der Probanden, die am aktivsten waren, mit den zehn Prozent vergleicht, die am trägsten waren. Dieser Vergleich offenbart markante schützende Wirkungen regelmäßigen Sporttreibens: Je nach Tumortyp zwischen 20 und mehr als 40 Prozent niedrigere Erkrankungsraten sprechen für sich. Wieviel seltener sportlich Aktive an bestimmten Krebsarten erkrankten, siehst du in der Infoübersicht auf Seite 50 Wichtig dabei: Diese Effekte ließen sich allein auf die sportliche Aktivität zurückführen. Andere bedeutende Lebensstilfaktoren wie Rauchen, Alkoholkonsum und Ernährungsweise wurden durch das Studiendesign ausgeglichen. Allerdings zeigte die Studie auch, dass Outdoor-Sportler zu 27 Prozent häufiger am bösartigen schwarzen Hautkrebs erkrankten (malignes Melanom), der wegen seiner hohen Streuungsneigung besonders gefürchtet ist. Dieses Ergebnis zeigt wieder einmal, wie penibel man besonders ab dem Frühjahr bis in den Herbst auf wirksamen Sonnenschutz mit Kleidung, Creme und Sonnenbrille achten sollte. BAHNBRECHENDE FORTSCHRITTE IN DER KREBSFORSCHUNG Dank immenser Fortschritte der molekularbiologischen Analytik mit der Etablierung der Epigenetik (Genregulationsforschung) kann von einem bahnbrechenden Erkenntnisgewinn gesprochen werden. Bei den Krebs-protektiven und -therapeutischen Effekten einer sportlich aktiven Lebensweise müssen heute nicht mehr rein statistisch Zusammenhänge beschrieben werden. Die Aufdeckung der molekularen Mechanismen, wie Krebs entsteht und welche Möglichkeiten der Einflussnahme jeder Einzelne durch seinen persönlichen Lebensstil hat, ist in vollem Gange. Der wissenschaftliche Nachweis, dass die Wirkung unserer Gene durch die Art und Weise, wie (vernünftig) wir leben, gesteuert wird, darf als Forschungshöhepunkt des 21. Jahrhunderts gewertet werden. Sport und Ernährung spielen dabei eine zentrale Rolle. GENE UND WAS WIR AUS IHNEN MACHEN Mit einigen Ausnahmen enthält jede der etwa 100 Billionen Zellen eines Menschen genau das gleiche Erbmaterial, das heißt dieselben Chromosomen, mit identischer, aus etwa drei Milliarden Bausteinpaaren in gleicher Abfolge aufgebauter DNA. Kurzum: Jede Zelle eines Menschen enthält all seine etwa 20.000 Gene, die sein Dasein ausmachen. Die logische Frage: Wenn alle Zellen die gleiche Information enthalten, woher „weiß“ die eine Zelle, dass sie als Leberzelle, die andere als Nierenzelle und wieder eine andere als Muskelfaserzelle Leistung bringen muss? Das funktioniert nur, weil in jeder spezialisierten Zelle nur ein aufgabenspezifischer Anteil der Gen-Gesamtheit (Genom) aktiv ist und die nicht benötigten Gene „abgeschaltet“ werden. Wie diese Regulation unserer Gene erfolgt, ist seit Langem das große Rätsel der Molekularbiologie. Der junge Wissenschaftszweig der Epigenetik („Über“-Genetik) ist der Lösung seit der Jahrtausendwende ein großes Stück näher gekommen. Kleine chemische Markierungen an den Chromosomen (komprimierte DNA), die zwar die Gene selbst nicht verändern, aber ihre Verpackung und damit ihre Zugänglichkeit für spezielle Enzyme modulieren, legen fest, ob ein bestimmtes Gen aktiviert („angeschaltet“) oder blockiert („ausgeschaltet“) wird. Die Epigenetiker nennen diese chemischen Modifikationen „Genschalter“. Das Sensationelle daran: Das Setzen und Entfernen solcher Markierungen – sozusagen die Stellung der Genschalter – wird durch den individuellen Lebensstil und Umweltfaktoren beeinflusst. Somit verfügt jeder Einzelne über ein individuelles Gen-Regulationsmuster (Epigenom), das er auch an seinen Nachwuchs vererbt. Das heißt jeder von uns trägt mit seiner Lebensweise auch Verantwortung für seine Kinder und Enkel. Das Positive: Im Gegensatz zu der festgelegten Gen-Ausstattung ist das Epigenom (Gen-Regulationsmuster) durch Lebensstiländerung lebenslang beeinflussbar – positiv wie negativ! ——— 048 GESUNDHEIT & ERNÄHRUNG GE 046-053_laufen.de_mag_2016_06_krebspraevention.indd 48 28.10.2016 13:23:40

# 0 1 So gefährlich ist Krebs Etwa 500.000 Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland neu an Krebs Rund 224.000 versterben jährlich an den Krebsfolgen KEINE SKLAVEN UNSERER GENE Schon lange führt die Wissenschaft die Ausprägung der individuellen Merkmale eines Menschen – einschließlich seiner Krankheitsrisiken – auf das Zusammenspiel zwischen seinen Genen und Umweltfaktoren zurück. Dabei war die „Umwelt“ lange ein schwammiger Begriff, der für alles herhalten musste, wofür keine wissenschaftlichen Nachweise vorlagen. Dank der epigenetischen Forschungserfolge der letzten Dekade beginnen wir nun zu verstehen, wie Umwelt- und Lebensstilfaktoren auf die Aktivität unserer Gene wirken. Immer klarer kristallisiert sich heraus: Wir sind keine Sklaven unserer Gene, sondern können aktiv beeinflussen, was wir aus ihnen herausholen. Nach Herz-Kreislauferkrankungen sind die Krebsfolgen die zweithäufigste Todesursache Rund 15 Prozent aller Krebserkrankungen in Europa sind auf mangelnde Bewegung zurückführen SOFTWARE FÜR DIE GENE Das individuell beeinflussbare epigenetische Regulationsmuster ist quasi die Software zum Ansteuern der DNA-Hardware. Jeder Mensch beherbergt in seiner Genausstattung auch sogenannte Onko-Gene (Krebs-Gene), deren Aktivierung die Zellentartung befördert. Andererseits gibt es auch Tumorsuppressor-Gene (Krebsschutz-Gene), deren Aktivität der Krebsentstehung entgegenwirkt. Mit unserer Lebensweise nehmen wir über die epigenetischen Mechanismen Einfluss, ob Onko-Gene aktiv oder in Schach gehalten werden. Viele Faktoren der individuellen Lebensführung steuern über verschiedenen Mechanismen deren Aktivität. Allerdings ist bislang nur in Einzelfällen geklärt, unter welchen Lebensbedingungen welche Gene aktiviert bzw. blockiert werden. Wie verändert sich die Aktivität einzelner Gene, wenn ich mich gesund ernähre, Sport treibe, gut schlafe. BEWEGUNGSAKTIVE MENSCHEN ERKRANKEN 10 BIS 50 PROZENT SELTENER AN VIELEN DER HÄUFIGSTEN KREBSARTEN LAUFEN.DE ——— 049 046-053_laufen.de_mag_2016_06_krebspraevention.indd 49 28.10.2016 13:23:44

DU LIEST LIEBER GEDRUCKT? LASS DIR DAS NEUE HEFT SOFORT NACH HAUSE SCHICKEN!

UND NIMM EINE STARKE ABO-PRÄMIE MIT!

EIN 160 SEITEN STARKES LAUFBUCH

ODER

EIN BUFF-TUCH IN BLAU ODER BROMBEER

ODER

TOP-LAUF­SOCKEN IM RINGELLOOK

laufen.de

Wer jetzt neu ein Abo für laufen.de – das Magazin abschließt, hat alle zwei Monate die neueste Ausgabe sofort im Briefkasten. Abonnenten erhalten das gedruckte Heft vier Wochen, bevor das E-Paper veröffentlicht wird. Wenn du jetzt hier dein Abo bestellst, erhältst du eine tolle Prämie kostenlos dazu. Du kannst wählen: Entweder du schließt ein Jahres-Abo (6 Ausgaben für 26,40 Euro) ab und erhältst das „Große Fitness-Laufbuch“ von Sabrina Mockenhaupt, das du hier probelesen kannst, kostenlos dazu. Oder du abonnierst laufen.de für ein halbes Jahr (3 Ausgaben; 13,20 Euro) und kannst dich zwischen einem praktischen Buff-Tuch oder hochwertigen Laufsocken von Wrightsock entscheiden. Nach deiner Bestellung schicken wir dir umgehend die aktuelle Ausgabe mit der von dir gewählten Prämie zu.

LAUFEN.DE – DAS E-MAGAZIN:
HIER ALLE AUSGABEN KOSTENLOS LESEN

laufen.de - das Magazin

Die Juli-Ausgabe gratis lesen
Die Juni-Ausgabe gratis lesen
Die Frühjahrs-Ausgabe gratis lesen
Diese Ausgabe jetzt gratis lesen
Die Winter-Ausgabe gratis lesen!
# 05 | 2016 September/Oktober