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So fit macht laufen: In der Winterausgabe des Magazins von laufen.de liest du, warum du jetzt starten solltest, wenn du eine Top-Figur haben willst, sobald die ersten warmen Tage nach draußen locken. Und: Eiweiß? Fett? Kohlenhydrate? Darauf kommt es bei der Ernährung wirklich an. | Mehr Sicherheit: So machst du dich sichtbar, wenn's im Winter dunkel ist. | Mehr Zeit fürs Training gewinnen

EQUIPMENT & MODE ENERGIE

EQUIPMENT & MODE ENERGIE OHNE ENDE? ADIDAS HAT ES MIT DEN BOOST-MODELLEN VORGEMACHT. JETZT FOLGT BROOKS MIT DEM NEUEN LEVITATE. WIR HABEN UNS GEFRAGT: WIEVIEL ENERGIE KANN UNS EIN LAUFSCHUH WIRKLICH ZURÜCKGEBEN? Viele Jahre hat Deutschlands größter Sportartikelhersteller adidas bei der Laufschuh-Entwicklung auf EVA (Ethylenvinylacetat) gesetzt. Ein Material, das bei fast allen anderen Herstellern in der Mittelsohle – dem Herzstück eines Laufschuhs – zum Einsatz kommt. Aufgrund der dämpfenden Eigenschaften des Materials und der guten Möglichkeiten in der Verarbeitung war es über Jahre die erste Wahl, um Millionen von Läufern zu schützen. Bis 2013. In diesem Jahr stellte adidas mit Boost ein neuartiges Material vor, das mit dem deutschen Chemie-Riesen BASF auf der Grundlage von PU (Polyurethan) entwickelt wurde. Festes TPU-Granulat (Thermoplastisches Polyurethan) wird dabei zunächst „gesprengt“ und in Kapseln zerlegt. Rund 2500 dieser Energiekapseln werden dann zu einer Mittelsohle verdichtet. Das Ergebnis sind hohe Werte bei der Energierückstellung und ein „federndes“ Laufgefühl. Für adidas vor allem aber eines: eine großartige Erfolgsstory. Heute findet man Boost in fast allen Performance-Laufschuhen von adidas. Es verwundert kaum, dass andere Hersteller an ähnlichen Konzepten feilen. Ende September stellte das US-Unternehmen Brooks sein neuestes Modell Levitate vor. Das Wort kommt von englischen „to levitate“, das so viel wie schweben heißt. Ein schöner Name für einen Laufschuh. Sieben Jahre lang wurde bei Brooks entwickelt, bis dieser Schuh vor wenigen Wochen präsentiert werden konnte. Da auch hier die Experten von BASF ihr Wissen in Sachen Materialforschung eingebracht haben, lässt sich erahnen, dass Boost zumindest als Vorbild gedient hat. Keine Überraschung, dass der Kunststoff PU die Basis der brandneuen Brooks-Mittelsohne namens DNA AMP ist, die beim Levitate ein energetisches Laufgefühl vermitteln soll. Was also macht PU besser als EVA? „Das Material hat grundsätzlich eine andere chemische Zusammensetzung als EVA. PU ist weniger stark ermüdend, es hält seine Eigenschaften besser“, erklärt Prof. Dr. Gert-Peter Brüggemann, der an der Deutschen Sporthochschule in Köln als Leiter des Institutes für Biomechanik viele Jahre in der Laufschuhentwicklung geforscht und selbst Konzepte entwickelt hat. Lange Zeit galt PU als zu schwer beim Laufschuhbau. „Durch neuartige Verfahren in der Verarbeitung ist es gelungen, PU weniger dicht herzustellen. Damit wird das Gewicht geringer – bei gleichbleibend guten Eigenschaften“, so Brüggemann. DER SCHUH ROLLT ETWAS SCHNELLER AB. ALS WÄRE EIN TRAMPOLIN UNTER DER FERSE Als eine der besten Materialeigenschaften für die Verwendung im Laufschuh gilt der Rückstellwert. „Beim Levitate ist es gelungen, dass das Material 70 Prozent der Energie zurückgibt – ein enorm guter Wert“, so der Biomechaniker. Interessant dabei: Früher war der Ansatz ein ganz anderer. „Es war das Bestreben, das Material so zu beschaffen, dass möglichst viel Energie vernichtet wird“, sagt Professor Brüggemann, der überzeugt ist, dass in Zukunft mehr PU verarbeitet wird. „Es kann ja nicht das Ziel sein, beim Laufen die Umgebung aufzuheizen, indem Energie verschwendet wird“, meint Brüggemann. Und dennoch ist er überzeugt, dass beide Materialien ihre Berechtigung haben. Grundsätzlich ist auch ein Mix aus beiden Elementen in einem Laufschuh denkbar. Denn nicht jeder mag den „Bounce“, dieses federnde Gefühl, dass eine Mittelsohle aus PU auslöst. Und es ist auch nicht für jeden Fuß die beste Lösung. Ein „weicher“ Fuß mit einem weniger stabilen Querund Längsgewölbe benötigt eine andere Mittelsohle als ein „harter“ Fuß, dessen Strukturen im Fuß gut trainiert und stark ausgeprägt sind. „Der weiche Fuß braucht eher einen Schuh, der weniger Energie verliert“, sagt Prof. Brüggemann. Beim harten Fuß ist es umgekehrt. Es ist wie immer. Brüggemann: „Es gibt keine Technologie, die jedem Läufer hilft, dazu sind die Voraussetzungen zu unterschiedlich.“ Bleibt die Frage, wie nun der Läufer vom „Energy Return“ profitiert. Kann die Rückstellfähigkeit des Materials hier wirklich unterstützen? Klare Antwort: sie kann. Das Fotos: Hersteller ——— 022 EQUIPMENT & MODE EM 022-024_laufen.de_mag_2017_06_schuhtest_aufmacher.indd 22 06.10.2017 12:18:00

DR. MARQUARDT Der Sehnenspezialist. SPORTINTERNIST DR. MARQUARDT Sehnenschmerzen effektiv behandeln. Material macht beim Laufen durch die ständig wirkenden Kräfte beim Aufprall unentwegt eines: es komprimiert und dekomprimiert. „Nach etwa 170 bis 190 Millisekunden hebt sich der Fuß nach dem Aufprall wieder vom Boden ab. Hierbei unterstützt das Material, das etwa im selben Zeitverlauf dekomprimiert. Es findet ein Energietransfer vom Material zum Läufer statt. Das Ergebnis ist spür- und auch messbar. Die Ferse kommt etwas leichter vom Boden hoch, der Läufer rollt damit schneller Richtung Vorfuß ab – als wäre ein kleines Trampolin unter der Ferse“, beschreibt es Prof. Brüggemann. Er ist sicher, dass in Zukunft mehr Laufschuhe mit Mittelsohlen aus PU gebaut werden. „Das Material alleine macht aber keinen guten Laufschuh aus, das Gesamtkonzept muss stimmen. Und ich freue mich, wenn sich Hersteller viele Gedanken machen, was dem Läufer wirklich gut tut,“ sagt Brüggemann. Anfang Oktober stand er beim Köln-Marathon an der Strecke. Und beobachtete, dass immer mehr Läufer mit wenig Fuß- und Kniehub unterwegs sind. Brüggemann nennt das „grounded Running“. Und dafür, so der Experte, braucht es in Zukunft neue Laufschuhkonzepte. Norbert Hensen Unser Experte: Prof. Dr. Gert-Peter Brüggemann Der langjährige Leiter des Institutes für Biomechanik an der Deutschen Sporthochschule Köln ist einer der weltweit führenden Experten, wenn es darum geht, die Auswirkungen von Laufschuhen auf den menschlichen Körper zu analysieren und beurteilen. Brüggemann, der seit Sommer 2017 emeritiert ist, hat gemeinsam mit vielen Laufschuh- Herstellern an innovativen Entwicklungen mitgearbeitet. Endlich schmerzfrei laufen. Wir verstehen Läufer! Dr. Marquardt ist auf die Therapie von Bewegungsschmerzen spezialisiert. Wir analysieren Ihre Bewegung, optimieren Schuhe und Einlagen und behandeln Ihre Sehnenbeschwerden mit den neuesten Methoden: Heilungsfördernde Stoßwellen 1. Blutentnahme aus der Vene 2. Gewinnung des ACP (entzündungshemmende Stoffe aus dem Eigenblut) 3. Injektion des ACP Dr. med. Matthias Marquardt Facharzt für Innere Medizin – Chirotherapie und Sportmedizin www.doktor-marquardt.de 1 1 STOSSWELLEN-THERAPIE 2 ACP-THERAPIE 3 SKLEROSIERUNGS-THERAPIE Verödung von Gefäßneubildungen 2 3 022-024_laufen.de_mag_2017_06_schuhtest_aufmacher.indd 23 06.10.2017 12:18:09

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