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In dieser Ausgabe liest du, wie du 2017 zu deinem Jahr machst. Wer jetzt mit dem Laufen beginnt, lebt einfach gesünder, schlanker und glücklicher. Außerdem in dieser Ausgabe: Die Pfunde purzeln lassen: 10 ganz einfachen Ernährungsregeln, mit denen du garantiert abnimmst. Aktiv werden, aktiv bleiben: Wie aus Einsteigern Dauerläufer werden. Die besten Laufjacken: Damit macht Laufen im Winter noch mehr Spaß!

↘ WÄHREND DES LAUFS

↘ WÄHREND DES LAUFS WERDEN MEHR ALS 300 KREUZUNGEN PASSIERT. ↘ DIE ÄLTESTE LÄUFERIN IM FELD WAR DIE NEW YORKERIN BERTHA MCGRUDER (7:30:15 H) MIT 88 JAHREN. ÄLTESTER MANN WAR DER 84-JÄHRIGE RICHARD GONZALEZ AUS LOUISIANA (7:18:47 H). Alles wird im Startbereich kostenlos angeboten. So geht die Zeit herum. Immer wieder ertönen Durchsagen auf Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch: Wer muss jetzt seine Kleiderbeutel abgeben, wer darf zum Start. Ist nämlich gar nicht so einfach, hier den Überblick zu behalten. Rollstuhlfahrer, Profis, Hobbyläufer, Frauen, Männer – insgesamt gibt es acht verschiedene Startzeiten. Zudem werden die Läufer aus drei unterschiedlichen Startkorridoren auf die Strecke geschickt, zu denen es je sechs verschiedene Zugänge gibt. Schon gut, wenn einem immer wieder mal gesagt wird, was man jetzt zu machen hat. Als dann aber die Ersten auf die Strecke geschickt werden, geht ein Ruck durch das Feld der Wartenden. Die US-amerikanische Nationalhymne wird gesungen, der folgende Startschuss ist nicht zu überhören, sogar die Erde bebt ein bisschen. Danach hören wir Frank Sinatras „New York, New York“. Viele schlucken, einigen stehen Tränen in den Augen. Jetzt ist es endlich so weit. Auch ich bin einige Zeit später in der vorletzten Startgruppe dran. Leider gehöre ich zur Gruppe, die nicht auf, sondern im unteren Teil der Verrazano Brücke startet. Es ist schattig und der Wind zieht durch wie sonst was. Wir bibbern. Stört aber keinen. Die Vorfreude ist viel zu groß. Und dann fällt endlich auch für uns der Startschuss. Langsam setzen wir uns in Bewegung. Wir laufen zwar nicht besonders schnell, aber wir laufen. Das haben mir andere, die schon in New York am Start waren, ganz anders prophezeit. Von einer zwei bis drei Kilometer langen Wanderung war da erst einmal die Rede. Das ist bei uns nicht der Fall, wir laufen vom ersten Meter an. Die Stimmung ist prächtig. Ein Polizist, der nach drei Kilometern an der Strecke steht und ganz trocken meint: „Ihr habt es fast geschafft. Das Ziel ist da hinten um die Ecke“, erntet schallendes Gelächter. Einige Kilometer später fliegen passend zur Musik am Straßenrand die Hände aller Läufer immer wieder rhythmisch in die Luft. Es sieht aus wie eine immer wiederkehrende Laola. Ich weiß nicht, wie viele Hände ich an diesem Tag abklatsche – und es hätten noch so viele mehr sein können. Irgendwann schaue ich auf die Uhr. Zehn Minuten sind gefühlt vergangen, aber meine Uhr sagt: eine gute halbe Stunde. Ach, wenn es doch nur so weitergingen ... UND AB GEHT DIE PARTY! Aber ich bin Realist genug und weiß, es wird noch hart werden. Deswegen genieße ich die Zeit, in der ich beschwerdelos dahinlaufe, in vollen Zügen. Ich bin begeistert von den kreativen Anfeuerungsschildern, die die Zuschauer gebastelt haben und muss das eine oder andere Mal herzlich lachen. Dann wieder bin ich völlig überwältigt von der unglaublichen Stimmung, die an der Strecke herrscht. Über eine Millionen Zuschauer sind bei herrlichem Herbstwetter, Sonnenschein und knapp 15 Grad an die Strecke gekommen. Sie feuern uns an, verteilen Salzbrezeln, Süßigkeiten, Obst oder Getränke. Sie haben sich geschminkt und verkleidet – es ist eine riesige Party entlang der Strecke durch alle fünf Stadtbezirke. Von Staten Island laufen wir nach Brooklyn und von dort durch Queens. Auf der Queensboro Bridge eine kurze „Lärmpause“: Keine Zuschauer, nur Läufer. Wir haben die Halbmarathonmarke schon hinter uns gelassen, die Erschöpfung ist einigen schon anzusehen. Das Einzige, was zu hören ist, sind die Schritte und das Atmen der Läufer. Am Ende der Brücke stehen viele von ihnen und dehnen sich. Die An- und Abstiege fordern ihren Tribut, die ersten Krämpfe müssen behandelt werden. ——— 048 EVENTS & REISEN ER 044-049_laufen.de_mag_2017_01_new_york.indd 48 01.12.2016 13:59:09

↘ EINE TAXI-FAHRT ENTLANG DER MARATHONSTRECKE WÜRDE 68,50 US-DOLLAR KOSTEN — WENN KEIN VERKEHR AUF DER STRASSE IST! Dann kommen wir nach Manhattan, wo die Zuschauer wieder toben. Wir laufen die First Avenue hoch in die Bronx und kehren dann nach Manhattan zurück. Man mag von den US-Amerikanern halten, was man will. Viele sagen ihre Freundlichkeit ist oberflächlich. Ich kann gar nicht sagen, wie egal mir das in diesem Moment ist. Ich bin einfach nur dankbar, dass sie wahrscheinlich die Weltmeister im Anfeuern sind und uns an diesem Tag nach vorn peitschen. Noch nie bin ich so angeschrien worden – direkt ins Gesicht. Und noch nie habe ich mich so darüber gefreut. Wenn diese Leute so viel geben, wieso sollte ich das nicht auch? Als ich endlich nach knapp 40 Kilometern den Central Park erreiche, kommen sie doch noch: die Krämpfe. Bei mir über dem rechten Knie. Nicht schlimm, aber bergauf laufen geht nicht mehr – und das muss man auf den letzten Kilometern noch genug. Also wird bergauf gegangen, der Rest gelaufen. Hier stehen die Zuschauer teilweise in Zweierreihen. Unglaublich. Dann ist es endlich da, das Ziel. Die letzten Meter bergauf zu rennen, lasse ich mir trotz Krampf nicht nehmen. Heulen kann ich später. Was ich komisch finde: Ich kann mich im ersten Moment im Ziel gar nicht so richtig freuen. Ich bin erleichtert, es geschafft zu haben. Aber für wirkliche Freude bin ich zu kaputt. Ich bekomme meine Medaille, eine Folie umgehängt und auch einen Beutel mit Verpflegung, später meinen Kleiderbeutel. Jeder, den ich im Ziel treffe sagt mir: „You did a great job.“ Ja, denke ich mir. Stimmt eigentlich, auch wenn ich weit entfernt von den schnellen Läufern war. Ich bin ein bisschen stolz darauf, es durchgezogen zu haben. Und als ich einige Zeit später im Bett liege – noch verschwitzt, ungeduscht und mit den Laufklamotten an – da kommt sie doch. Die Freude. Die Freude, Teil eines so unglaublichen Spektakels gewesen zu sein. Schon wenige Minuten nach meinem Zieleinlauf fragen mich die ersten, ob ich jetzt schon den nächsten Marathon plane. Nein, mache ich nicht. Ich gehöre auch nach wie vor zu den Leuten, die nicht der Meinung sind, man müsse mal einen Marathon gelaufen sein. Dafür muss man die Zeit haben und sich darauf einlassen. Einen Marathon läuft man nicht mal eben so. Wer aber Lust auf eine Herausforderung hat, der sollte unbedingt einen Marathon laufen! Vergessen wird er dieses Erlebnis auf jeden Fall nicht! ↘ NEW YORK 2016: MARATHON DER SUPER- LATIVE: HATTRICK-GEWIN- NERIN, JÜNGSTER SIEGER, GRÖSSTER MARATHON Schnellste Frau des New York Marathon 2016 war in 2:24:26 Stunden die Kenianerin Mary Keitany – sie gewann zum dritten Mal in Folge. Das gelang vorher nur der Norwegerin Grete Waitz, die zwischen 1982 und 1986 fünfmal in Folge siegte. Bei den Männern setzte sich Ghirmay Ghebreslassie aus Eritrea in 2:07:51 Stunden durch. Mit 20 Jahren und 358 Tagen ist er der jüngste New York-Sieger aller Zeiten. Insgesamt erreichten von 51.995 Startern 51.388 das Ziel – ein neuer Rekord. Die vorherige Rekordmarke hatte ebenfalls New York (2014) mit 50.530 Finishern gehalten. LAUFEN.DE ——— 049 044-049_laufen.de_mag_2017_01_new_york.indd 49 01.12.2016 13:59:25

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# 05 | 2016 September/Oktober